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Neubau der Maschinenfabrik Hippe in Natrup-Hagen nimmt Gestalt an

Es geht voran an der Töpferstraße in Natrup-Hagen. Hier bereitet der Maschinenfabrikant Hippe das Feld für seinen Umzug Ende des Jahres. Wenn in der jüngeren Vergangenheit vom Hippe-Gelände die Rede war, dann ging es selten um Natrup-Hagen. Der Fokus der Öffentlichkeit liegt derzeit deutlich auf der Noch-Hippe-Fläche an der Hüttenstraße. Dort soll im nächsten Jahr ein viel diskutiertes Einkaufszentrum entstehen.


  Guter Dinge ist Geschäftsführer Hendrik Hippe, dass der Umzug bis zum 7. Januar 2011
  über die Bühne geht und damit im Zeitplan bleibt.

Und obwohl dieses Vorhaben eigentlich nichts mehr mit der Friedrich Hippe Maschinenfabrik zu tun hat, wirkt es sich doch stark auf deren Pläne in Natrup-Hagen aus. Denn der Vertrag, der mit dem Bauherrn des Einkaufsmarktes über den Wegzug von der Hüttenstraße vereinbart wurde, beinhaltet eine klare Vorgabe: Bis zum 7. Januar 2011 muss Hippe das Feld geräumt haben, sonst drohen empfindliche Strafen. Denn unmittelbar nach diesem Termin sollen die Abrissarbeiten beginnen.

„Wir liegen sehr gut in der Zeit“, sagt Dr. Hendrik Hippe, Geschäftsführender Gesell­schafter und Enkel des Firmengründers. Das Wetter, und damit meint Hippe sowohl den langen Frost als auch die jüngste Trockenperiode, habe dem Vorhaben in die Karten gespielt. Darüber hinaus beinhaltet die Planung einen kleinen Puffer. Denn Hippe wiederum hat mit seinem Generalunternehmer, der Brüninghoff GmbH aus Heiden/Westfalen, eine Beendigung des Hallenbaus bis Ende Oktober vereinbart.
Hippe: „Umziehen werden wir Anfang Dezember innerhalb von 14 Tagen.“ In dieser Zeit ruhe die Produktion vollständig. Jeder Mitarbeiter – egal, ob er an der Maschine arbeitet oder im Büro – ist dann für sein kleines Reich und dessen korrekten Ab- und Wiederaufbau verantwortlich. Dafür stehen mehrere Kleintransporter zur Verfügung.

Was noch dazwischen kommen könnte? „Nichts“, sagt Hippe und lacht. Und in der Tat sieht es schon ganz gut aus an der Töpferstraße. Sowohl die etwa 9000 Quadratmeter umfassenden Fabrikhallen als auch das 1000 Quadratmeter große Bürogebäude sind in ihren Umrissen bereits zu erkennen.

Die große Halle, die im neuen Jahr den Maschinenpark beherbergen soll, steht schon. Vor allem von dem Untergrund ist Hippe begeistert. Denn in den vergangenen Tagen haben die Arbeiter hier Beton eingewalzt, sodass fast keine Fugen nötig waren. „Das hat eine hohe Tragfähigkeit“, sagt Hippe, außerdem würden so Abplatzungen vermieden. Über den Beton komme noch eine rauere Verschleißschicht, um die Rutschgefahr gering zu halten.

An der Decke sind quer durch die Halle sogenannte Holzleimbinder gezogen. Gegenüber Stahlträgern haben sie laut Hippe mehrere Vorteile: Sie absorbieren den Schall besser, halten erheblich länger und brennen weniger schnell durch. Will heißen: Sollte ein Feuer ausbrechen, stürzt die Decke nicht sofort zusammen.


  Unendliche Weiten: Noch wirkt die Produktionshalle der Hippe Maschinenfabrik in
  Natrup-Hagen riesig. Wenn Ende des Jahres hier die Maschinen einziehen, wird das
  wohl etwas anders aussehen.

Von den Maßen her ist die Maschinenhalle zwar nicht größer als das, was Hippe in der Obermark zur Verfügung stand. Aber logistisch bietet sie ganz andere Möglichkeiten. „Jetzt ist vieles Stückwerk“, sagt Hippe. „Mal haben wir hier drangebaut, mal da.“ Damit bei einer Expansion so etwas in Natrup-Hagen nicht wieder passiert, hat sich Hippe das angrenzende, ebenfalls rund 20 000 Quadratmeter große Grundstück bei der Gemeinde reservieren lassen. So kann die Produktion problemlos erweitert werden.

Dass das irgendwann anstehen könnte, ist laut Hippe gar nicht mal so unwahrscheinlich. Derzeit laufe das Geschäft sehr gut. Die Kunden, darunter Deutsche Bahn, Siemens und Thales, bescheren dem Unternehmen, das sich unter anderem auf Komponenten für die Bahnsicherungstechnik spezialisiert hat, eine sichere Zukunft. „Wir sind bis 2012 ausge­lastet.“ Und auch sein Ausblick auf die nächsten Jahrzehnte ist optimistisch.

Bevor in die Breite erweitert wird, will Hippe in den nächsten Jahren aber erst einmal die zweite Arbeitsschicht ausweiten. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 70 feste und zehn Leiharbeiter. Hippe: „Das wird ansteigen, wenn auch moderat.“

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, 03.08.2010


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